Unterstützt von BUND und NABU hatte sich in Krempe eine Bürgerinitiative gebildet, um die Bebauung einer Wiese, westlich der Bahnlinie und am Borsflether Weg/Königsweg gelegen, zu verhindern. Es handelt sich um eine Weide mit Jahrhunderte-alten Wölbbeeten und Entwässerungsgrüppen. Umstanden von zwei Alleen und zwei naturnahen Wäldchen bildet die Koppel ein lichtungsartiges Natur-Kleinod. Es ist das schönste Naturfleckchen in der Marschenstadt und wird rege zur Naherholung genutzt. Und es ist ein kulturhistorisch bedeutsamer Ort.
Entsprechend deutlich fiel der Bürgerentscheid - parallel am Tag der Bundestagswahl - aus: von 1930 Wahlberechtigten stimmten 1423 Kremper ab. 821 der 1408 gültigen Stimmen sprachen sich für den Erhalt der Grüppenweide aus, das sind fast 60%. Nur 587 Bürger votierten für die Bebauung.